Wegen „Corona“: Alle Schulen in Uganda geschlossen.

Das Schulgelände ist verwaist. Derzeit befindet sich dort nur Wachpersonal

Sonntag, den 22. März 2020

Wegen „Corona“: Alle Schulen in Uganda geschlossen.

Auf Anweisung der ugandischen Regierung sind zur Vermeidung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Schulen landesweit seit Freitag für einen Monat geschlossen.

Leider macht die Gefahr auch vor denen nicht halt, die am wenigsten haben sich ihr entgegenzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler haben von den Lehrkräften eilig zusammengestellte Aufgaben mitbekommen. Da die Heuschrecken bereits einige Kilometer vor Adjumani sind, macht diese Plage den Menschen zusätzlich Sorgen. Die Essenspreise haben sich innerhalb weniger Tage vervielfacht. UgandaKids hat daher auch Essensrationen aus den Vorräten der Schule an bedürftige Familien ausgegeben. Die Bewachung der Schule ist verstärkt worden. Die Notwendigkeit von „social distancing“ ist allen auf der Schule Tätigen eindringlich erklärt worden. Die Menschen sind sich bewusst, dass die derzeitigen Probleme weltweit bestehen und haben Angst vergessen zu werden. Auch wir in Europa sind in tiefer Sorge um die Kinder und Jugendlichen, um unsere StipendiatInnen und die Angestellten. Wir versuchen Verbindung zu halten.

Neugestaltung der Außenanlagen

Sonntag, den 13. Oktober 2019

Neugestaltung der Außenanlagen

In den letzten dreizehn Jahren ist die Schülerzahl von UgandaKids von 35 auf über 650 Kinder und Jugendliche angestiegen. Und alle diese Kinder spielen in den Pausen auch außerhalb der Klassenzimmer. Dort wo früher Gras war, ist jetzt der blanke Boden. Da das Schulgrundstück leicht abfallend ist, wurde die Erde bei den starken Regenfällen einfach weggeschwemmt. Nicht nur die Wurzeln der Bäume, auch die Fundamente der Gebäude waren dadurch schon freigelegt. UgandaKids hat sich daher entschlossen diesem Problem mit einer Terrassierung des Geländes zu begegnen. Diese Arbeiten haben vor einigen Wochen begonnen und werden noch bis Ende des Jahres andauern. Während der großen Ferien wird dann auf den Terrassen Gras gesät. Und auch wenn diese Aussaat sicher öfter wiederholt werden muss, so kann doch die Erde vom ebenen Boden nicht mehr einfach weggespült werden.

Die Arbeiter beim Terrassieren

Stipendienprogramm wird erweitert

Samstag, den 18. Mai 2019

Stipendienprogramm wird erweitert

Schon seit 2014 vergibt UgandaKids Stipendien an diejenigen AbsolventInnen, die ihre Ausbildung fortführen wollen, aber keine finanzielle Unterstützung von anderer Seite bekommen können. Bisher waren das ausschließlich Stipendien für weiterführende Schulen. Ende des Jahres werden die ersten vier Stipendiatinnen ihr Abitur machen.

Zwei junge Damen haben aber andere Pläne. Sie wollen eine Berufsausbildung als Krankenschwester und Vorschullehrerin machen. Beide sind elternlos, haben herausragende schulische Leistungen gezeigt und können keine Unterstützung von anderer Seite bekommen. Sie erfüllen damit alle Voraussetzungen um auch für die Berufsausbildung im Stipendienprogramm zu verbleiben. Zudem sind gut ausgebildete Krankenschwestern und Vorschullehrerinnen auch in Uganda gesucht.

Da auch die Finanzierung bis zum Ende dieser Ausbildungen gesichert ist, wurde den Anträgen entsprochen.

Viel Erfolg euch beiden!

Links: Cathrine, die in Gulu Krankenschwester lernt. Rechts: Kevin, die in Kampala Vorschullehrerin wird

Club der „Ehemaligen“ gegründet

Sonntag, der 20. Januar 2019

Club der „Ehemaligen“ gegründet

Das UgandaKids Leitbild den Plänen und Vorstellungen der Ugander zu vertrauen zeigt oft eine ganz eigene Dynamik.

Während der großen Ferien hat sich ein „Club der ehemaligen Schülerinnen und Schüler von UgandaKids“ gegründet. Der Club ist offen für alle, die jemals bei UgandaKids eingeschrieben waren. Eine ganz wunderbare Idee, denn so können die Ehemaligen auch im Erwachsenenalter vernetzt bleiben. In Uganda ist dies vielleicht noch wichtiger als hier in Europa. Für ein jährliches Treffen während der großen Ferien stellt UgandaKids gerne die Mensa zur Verfügung. Wer von auswärts kommt kann, natürlich kostenlos, im Internat übernachten. Essen und Trinken sind auch frei.

Natürlich ist das ebenso eine gute Möglichkeit für uns hier in Kontakt zu bleiben und zu sehen welchen Weg diese jungen Menschen einschlagen und welchen Herausforderungen sie sich nach ihrer Zeit auf der Schule ausgesetzt sehen.

 

Einige der Gründungsmitglieder des „Old Girls And Old Boys Club“

Alles in ruhigen Bahnen

Hilda mit den zwei wichtigsten Arbeitsmitteln: dem Handy und dem Auto

Samstag, den 14. Juli 2018

Alles in ruhigen Bahnen

Während die äußeren Umstände in Uganda zunehmend schwierig werden, ist in der Schule zur Mitte des Jahres alles ruhig und friedlich.

Drei Lehrer haben die Schule verlassen und sind schon ersetzt. Der gute Ruf und auch die neuen Lehrerunterkünfte haben dabei sehr geholfen.

Überrascht hat uns der Besuch von zwei Steuereintreibern vor einigen Wochen. Die Schule sollte Steuern zahlen.

Hildas Einwand, dass UgandaKids als „Non Profit Organisation“ keine Gewinne macht, sondern sich für Kinder einsetzt, die sich auf Grund der finanziellen Lage ihrer Familien keinen Schulbesuch leisten können, scheint gewirkt zu haben. Sie hat erklärt, dass UgandaKids der Regierung gerne hilft ihre Aufgaben zu erfüllen, aber keinen Cent der Spendengelder aus Europa für die Regierung selbst ausgeben kann. Stand heute muss sie sich eine Bestätigung der Distriktverwaltung holen, damit nach Kampala fahren und eine Befreiung von dieser Steuer beantragen.

Eine weitere Steuer soll auf Telefonieren und Geld versenden mit Mobiltelefonen erhoben werden. Wer weiß, wie intensiv Handys und „Mobile Money“ in Uganda genützt werden, kann sich die Proteste der Bevölkerung vorstellen.

Wir halten Sie hier und auf Facebook auf dem Laufenden.

Neues Schuljahr beginnt mit guten Nachrichten

Gladys, Liberty, Kevin und nochmal Gladys (von links) sind die ersten Stipendiatinnen mit mittlerer Reife

Samstag, den 3. März 2018

Neues Schuljahr beginnt mit guten Nachrichten

Anfang 2014 hat das UgandaKids Stipendien Programm begonnen (siehe Newsletter April 2014). Da ein guter Grundschulabschluss nicht das Ende einer Ausbildung sein kann, wurde es damals geschaffen um den Absolventen der Grundschule den Besuch weiterführender Schulen zu ermöglichen.

Die Sekundarschule in Uganda dauert sechs Jahre. Nach vier Jahren werden die sogenannten O-Levels geschrieben. Dies entspricht unserer mittleren Reife, bevor nach weiteren 2 Jahren die A-Levels (das Abitur) anstehen.

 

Von den fünf ersten Stipendiatinnen des Jahres 2014 haben nun Ende letzten Jahres vier die O-Level Prüfungen abgelegt. Ein Stipendiat musste das Programm vor zwei Jahren wegen schlechter Leistungen verlassen.

Dass es auch anders geht zeigen die vier jungen Damen, die ihre Grundschulleistungen gehalten oder sogar verbessert haben. Alle waren mit der Note 2 bei den Besten ihres Jahrgangs dabei.

UgandaKids hält daher das vor vier Jahren gegebene Versprechen ihre Ausbildung weitere zwei Jahre zu unterstützen und ihnen einen Schulbesuch bis zum Abitur zu ermöglichen.

So etwas spricht sich auch auf der Grundschule herum und spornt die Jüngeren an es ihren Vorbildern gleich zu tun. Seit dem 05. Februar haben sie dazu wieder die Gelegenheit. An jenem Montag hat das neue Schuljahr begonnen.